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Text 02

Autorin: Maya Oppitz

Wenn Menschen Sprachen mögen und ihnen Authentizität wichtig ist, suchen Sie sich im Internet meistens das Original heraus. Ansonsten gibt es meist eine übersetzte Version. Sie kaufen eine Karte, die sich auch auf Ihrem Mobiltelefon als scannbarer Code speichern oder ausdrucken lässt.

Bevor das anfängt, wofür sie das Ticket käuflich erworben haben, stehen sie noch eine Weile vor einem Gebäude oder in einer Schlange in demselben Gebäude, in dem das Geschehen stattfindet, um süße oder salzige Kleinigkeiten in Papiertüten zu erstehen oder sich zu unterhalten.

Manchmal ist das, was sie sehen lustig, manchmal ernst, manchmal komplett entfernt von der Realität, manchmal sehr authentisch ihrem eigenen Alltag entsprechend. Für alles gibt es Liebhaber*innen und Expert*innen.

Sie lachen, sie weinen, aber die meiste Zeit sind sie sehr still, schauen nur, tauschen kein Wort aus. Nur das knistern der süßen oder salzigen zu kauenden Kleinigkeiten in Papiertüten ist zu hören, während sie von einem grellen Licht, was manchmal dunkler, manchmal heller leuchtet, angestrahlt werden.

Es gibt auch Musik dazu. Keine*r spricht, und falls doch, drehen sich Andere um.

Erst nachher stehen manche Menschen noch ein bisschen vor der Tür des Gebäudes und reden über das Gesehene.

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