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Woran wir glaubten…

Autorin: Maya Oppitz

Motto:

“Die Kunst ist lang, und kurz ist unser Leben”

(Johann Wolfgang von Goethe, Faust I)

Mit Corona gerade erst begonnen, ist unsere Studienzeit so dahin geronnen. Zeit fließt und manches kehrt nie mehr zurück. Was können wir tun, um wieder zu einem euphorisch empfundenen „Lernen um des Lernens Willen“ zu gelangen?

Auch für viele Studierende ist nach zwei Jahren Pandemie nichts mehr so, wie es einmal war. Und auch nicht so, wie es wohl hätte sein können. Das Studium der Generation Z wird für den Großteil nicht so gewesen sein, wie wir einst glaubten, wenn wir den Geschichten unserer Eltern und Großeltern aus ihrer Studienzeit in vorpandemischen Zeiten lauschten. Die große Freiheit der Studienzeit, ist der großen Einsamkeit des Studienzooms gewichen.

Doch quadratische Augen sind nicht das Einzige, was wir aus den letzten zwei Jahren mitnehmen. Wir wissen auch nicht mehr, wie man sich sozial zu verhalten hat. Wir wissen nicht mehr, was Zeitmanagement heißt. Wir wollen mehr schaffen, als wir können und können nichts mehr schaffen, weil wir nicht mehr können. Manie statt Mensa. Sinnieren statt euphorisch philosophieren. Wo sind wir hier nur gelandet?

Wie kommt es, dass sich kaum noch jemand für die schönen Dinge, für die sozialen Projekte, die schönen brotlosen Tätigkeiten im Miteinander mit Gleichgesinnten, begeistern kann? Absagen, immer nur absagen. Abzusagen ist anstrengender, als sich zu verpflichten. Und doch verpflichten sich alle lose, um dann locker absagen zu können. Familiäre Gründe, einfach gerade viel um die Ohren, keine Kapazitäten, keine Zeit. Aber nächstes Mal, ja nächstes Mal, wäre man wieder zu allem bereit.

Ja, es kostet paradoxerweise enorme Kraft eben das zu initiieren, wonach wir uns so sehr sehnen. Es kostet Kraft, aber vielleicht ist es der einzige Weg, um wieder zu Kraft zu kommen. Lasst uns Begeisterung auch zeigen, nicht immer nur geflissentlich schweigen und den Anderen nichts als schwarze Quadrate zeigen. Studieren heißt ausprobieren (nicht sinnieren). Studieren heißt, sich herausfordern.

Die Kunst ist lang, und kurz ist unser Leben.

Wir wollen den Stoff fürs um die Ecke denken weben.

Lasst uns nach Z wieder bei A anfangen!

A wie…

…aber?!

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